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Autogenes Training: Wie Du Dich selbst entspannen und stärken kannst

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Autogenes Training: Wie Du Dich selbst entspannen und stärken kannst

Das Wichtigste in Kürze

Was versteht man unter autogenem Training?

Das ist Form der Selbsthypnose, die Dir hilft, Dich selbst zu entspannen und zu stärken. Näheres dazu findest Du hier.

Wie funktioniert autogenes Training?

Autogenes Training funktioniert über das Prinzip der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist. Indem Du Dir bestimmte Empfindungen vorstellst, kannst Du sie in Deinem Körper hervorrufen.

Für wen ist autogenes Training geeignet?

Es ist für jeden geeignet, der sich entspannen, Stress abbauen und die Gesundheit fördern möchte. Es verbessert zudem die Konzentration und die Gedächtnisleistung.

Autogenes Training – das klingt nach einer komplexen und geheimnisvollen Methode, die nur wenige beherrschen. Dem ist aber nicht so. Autogenes Training ist eine einfache und effektive Technik, die jeder erlernen und anwenden kann. Es hilft, sich zu entspannen, Stress abzubauen und die Gesundheit zu fördern.

In diesem Beitrag möchten wir Dir dieses Thema näher bringen und Dir einige Tipps und Hinweise mit auf den Weg geben, wie Du autogenes Training selbst erlernen und praktizieren kannst. Lies weiter und erfahre mehr!

Was ist autogenes Training?

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Schaffe in Deinem Terminkalender regelmäßig Platz für Selbstfürsorge – zum Beispiel in Form von autogenem Training.

Autogenes Training ist eine aus der Psychotherapie entwickelte Form der Selbsthypnose. Der Begriff „autogen“ steht für „selbst erzeugt“ und meint, dass Du Deinen Körper und Deinen Geist durch Deine eigene Vorstellungskraft beeinflussen kannst.

Autogenes Training besteht aus einer Reihe von Übungen, die Du in einer ruhigen und entspannten Haltung ausführst. Dabei konzentrierst Du Dich auf bestimmte Formeln, die Du innerlich wiederholst. Diese Formeln beziehen sich auf verschiedene Körperteile oder Empfindungen wie Schwere, Wärme oder Ruhe.

Durch diese Übungen gelangst Du in einen Zustand tiefer Entspannung, in dem Du Dich wohl und ruhig fühlst. Du kannst auch positive Gedanken oder Ziele formulieren, die Du in diesem Zustand verinnerlichen möchtest. So kannst Du Deine Einstellung, Dein Verhalten oder Deine Leistung verbessern.

Wie funktioniert autogenes Training?

Autogenes Training beruht auf dem Prinzip der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist. Das bedeutet, dass Deine Gedanken und Gefühle einen direkten Einfluss auf Deinen Körper haben – und umgekehrt.

Wenn Du beispielsweise Angst hast, spürst Du möglicherweise ein Zittern, Herzklopfen oder Schwitzen. Freust Du Dich hingegen, empfindest Du womöglich ein Lächeln, Kribbeln oder Wärme.

Autogenes Training nutzt diese Wechselwirkung, um eine positive Veränderung herbeizuführen. Indem Du Dir gewisse Empfindungen vorstellst, kannst Du sie in Deinem Körper hervorrufen. Du kannst Dir vorstellen, wie Deine Arme schwer werden und dadurch Deine Muskeln entspannen. Oder Du stellst Dir vor, dass Dein Herz ruhig schlägt, und erreichst dadurch eine Beruhigung.

Die Wirkung des autogenen Trainings beruht also auf der Kraft der Vorstellungskraft. Diese Kraft ist sehr stark und kann Dir helfen, Dich selbst zu regulieren und zu optimieren.

Prof. Dr. Johannes Heinrich Schultz

Er ist der Begründer des autogenen Trainings und hat viele wissenschaftliche Untersuchungen dazu durchgeführt.

Welche Vorteile hat autogenes Training?

Autogenes Training bietet zahlreiche Vorteile für Deine körperliche und psychische Gesundheit. Hier sind einige davon:

  • Autogenes Training reduziert Stress: Stress ist eine häufige Ursache für viele Beschwerden und Krankheiten. Autogenes Training hilft Dir dabei, Stress abzubauen und Dich zu entspannen. Es senkt Deinen Blutdruck, Deinen Puls und Deine Atemfrequenz. Es löst Verspannungen in Deinen Muskeln und fördert die Durchblutung. Außerdem verbessert es Deinen Schlaf und Deine Erholung.
  • Autogenes Training stärkt Dein Immunsystem: Dein Immunsystem ist für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig. Autogenes Training unterstützt es, indem es Deine Abwehrzellen aktiviert und vermehrt. Außerdem steigert es die Produktion von Antikörpern und Interferonen, die gegen Viren und Bakterien wirken. So schützt es Dich vor Infektionen und Entzündungen.
  • Autogenes Training fördert Deine Konzentration und Dein Gedächtnis: Deine geistige Leistung hängt von Deiner Aufmerksamkeit und Deinem Erinnerungsvermögen ab. Autogenes Training verbessert Deine Konzentration und Dein Gedächtnis, indem es Deine Gehirnströme synchronisiert und harmonisiert. Außerdem steigert es die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung Deines Gehirns.
  • Autogenes Training erhöht Dein Selbstvertrauen und Deine Motivation: Dein Selbstbild und Deine Einstellung beeinflussen Dein Verhalten. Autogenes Training stärkt Dein Selbstvertrauen und Deine Motivation, indem es positive Gedanken und Gefühle verstärkt. Es hilft Dir auch, negative Emotionen und Gedanken abzubauen oder zu ersetzen.

Wie Du autogenes Training selbst erlernen und praktizieren kannst

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Die Methode des autogenen Trainings arbeitet mit Deiner Vorstellungskraft.

Autogenes Training ist eine einfache Technik, die Du selbst erlernen und praktizieren kannst. Du brauchst dafür keine besonderen Voraussetzungen oder Hilfsmittel. Alles, was Du benötigst, ist nur etwas Zeit, Ruhe und Geduld.

Wenn Du autogenes Training selbst erlernen und anwenden möchtest, kann diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hilfreich sein:

Schritt 1: Finde einen geeigneten Ort und eine geeignete Zeit

Um autogenes Training zu üben, solltest Du Dir einen Ort aussuchen, an dem Du Dich wohl fühlst und ungestört bist. Das kann zum Beispiel Dein Schlafzimmer, Dein Wohnzimmer oder ein ruhiger Park sein.

Außerdem solltest Du eine Zeit wählen, in der Du nicht abgelenkt oder gestresst bist. Das kann zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen, mittags in der Mittagspause oder abends vor dem Schlafengehen sein.

Schritt 2: Nimm eine entspannte Haltung ein

Um autogenes Training zu üben, sollte man eine entspannte Körperhaltung einnehmen. Das kann zum Beispiel im Liegen, Sitzen oder Stehen sein. Wichtig ist, dass Du Dich wohl fühlst und keine Anspannung in Deinem Körper spürst. Achte auch darauf, dass Du locker atmest und nicht die Luft anhältst.

Schritt 3: Wähle eine passende Übung aus

Für das autogene Training ist es wichtig, eine geeignete Übung auszuwählen. Es gibt verschiedene Übungen für verschiedene Zwecke. Zum Beispiel kannst Du Übungen zur Entspannung, zur Aktivierung oder zur Suggestion wählen. Du kannst auch mehrere Übungen miteinander kombinieren oder abwechseln. Wichtig ist, dass Du eine auswählst, die zu Deinem Ziel passt.

Tipp: Du solltest autogenes Training regelmäßig und konsequent üben, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Je öfter Du es machst, desto leichter kommst Du in einen Zustand tiefer Entspannung.

Schritt 4: Wiederhole die Formeln innerlich

Um autogenes Training zu praktizieren, sollte man die Formeln in Gedanken wiederholen. Formeln sind kurze Sätze, die sich auf bestimmte Körperteile oder Empfindungen beziehen. Sie lauten zum Beispiel „Mein rechter Arm ist schwer“ oder „Ich bin ganz ruhig“.

Du solltest diese Sätze langsam und deutlich sagen, ohne sie laut auszusprechen. Konzentriere Dich auf die Formeln und blende alle anderen Gedanken aus.

Schritt 5: Beende die Übung richtig

Um das autogene Training zu beenden, sollte man nicht einfach aufhören oder aufstehen. Das kann Schwindel oder Unwohlsein auslösen. Stattdessen solltest Du eine Abschlussformel verwenden, um Dich aus dem Entspannungszustand zurückzuholen, zum Beispiel „Arme fest, Augen offen, tief durchatmen“.

Diese Formel solltest Du mehrmals innerlich wiederholen, indem Du die Arme anspannst, die Augen öffnest und tief ein- und ausatmest. Danach solltest Du Dich langsam bewegen und dehnen, bevor Du zu Deinen normalen Aktivitäten zurückkehrst.

Autogenes Training: Kleiner Aufwand, großer Nutzen

Autogenes Training hat viele Vorteile für Deine körperliche und psychische Gesundheit. Es reduziert Deinen Stress, stärkt Dein Immunsystem, fördert Deine Konzentration und Dein Gedächtnis, erhöht Dein Selbstvertrauen und Deine Motivation. Es unterstützt Dich also in allen Bereichen Deines Lebens.

Wir hoffen, dass Dir dieser Blogbeitrag gefallen hat und dass Du neugierig geworden bist, autogenes Training selbst zu üben oder zu vertiefen. Vielleicht möchtest Du auch andere Übungen kennenlernen oder eigene Formeln entwickeln. Nur zu! Deiner Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt.

Quellen